Die Abseitsregel

Die Abseitsregel beim Fußball – Wie erklärt man sie am verständlichsten?

Immer wieder habe ich festgestellt, dass sich selbst die Freaks schwer tun, wenn sie die Abseitsregel beim Fußball erklären sollen. Dabei geht das doch ganz einfach. Man nehme ein Fußballfeld her und ziehe von Tor zu Tor eine Linie. Die Standorte sämtlicher Spieler werden dort markiert. Befinden sich zwischen dem ballführenden Spieler und dem gegnerischen Tor auf dieser Linie nicht mindestens zwei Spieler der Gegenmannschaft mehr, so ist das ein Abseits.

Das ist schon die ganze Erklärung. Eines muss man bei der Abseitsregel im Fußball noch wissen: Maßgeblich ist die Position des Rumpfs des Spielers. Wenn die Arme in diesen Bereich hinein ragen, ist das nicht von Bedeutung. Die andere Frage ist, was mit der Abseitsregel bewirkt werden soll. Theoretisch könnte ja jede Mannschaft während des Spiels einen oder zwei Torjäger einfach auf „Warteposition“ in der gegnerischen Spielhälfte stehen lassen. Aber dann würde das Spiel schnell sehr langweilig. Und so ist es eben genau diese Abseitsregel, die für abwechslungsreiche Spielverläufe sorgt, bei denen viel gelaufen und gedribbelt werden muss. Beim Abstoß, beim Einwurf und beim Eckstoß wird die Abseitsregel beim Fußball nicht angewendet.

Für den Einwurf galt sie bis zum Jahr 1920. Die Folge einer Abseitsentscheidung des Schiedsrichters ist ein indirekter Freistoß für die gegnerische Mannschaft. Da dieser ein entscheidender taktischer Vorteil ist, sollte man es vermeiden, in eine von der gegnerischen Mannschaft gezielt aufgebaute Abseitsfalle zu tappen. Und genau deshalb muss ein Fußballer auch ein besonders guter Bobachter sein.